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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren
Zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Feuerwehr der Stadt Waldkappel kamen am 21. Februar 2026 rund 100 Feuerwehrangehörige und Gäste im Bürgerhaus Waldkappel zusammen. Unter ihnen befanden sich Vertreter der Stadt, der Kreisorganisationen sowie geladene Ehrengäste. Im Mittelpunkt der Versammlung standen der Rückblick auf das Einsatzjahr 2025, Beförderungen, Ehrungen sowie die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements.
Rückblick auf das Einsatzjahr 2025.
In seinem Jahresbericht gab Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Einsätze und Aufgaben im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden die elf Stadtteilwehren zu 105 Einsätzen alarmiert. Diese gliederten sich in 34 Brandeinsätze, 46 Hilfeleistungen, 13 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen, 9 Brandsicherheitsdienste sowie 3 Maßnahmen der Brandschutzaufklärung. Besonders fordernd waren mehrere Einsätze auf der Bundesautobahn A44, darunter Verkehrsunfälle, Ölspuren sowie Brandeinsätze in den Tunnelanlagen. Hervorzuheben ist der erste reale Fahrzeugbrand in der Tunnelkette der A44, bei dem der Tunnellöschzug Waldkappel erfolgreich eingesetzt wurde. Darüber hinaus kam es im Jahresverlauf zu Vegetations- und Böschungsbränden, Stromausfällen infolge beschädigter Versorgungsleitungen sowie mehreren Einsätzen im Zusammenhang mit dem Glasfaserausbau im Stadtgebiet.
Personal, Ausbildung und Ehrenamt.
Zum Jahresende 2025 verfügte die Feuerwehr der Stadt Waldkappel über 204 aktive Einsatzkräfte, darunter 20 Frauen und 184 Männer. Trotz mehrerer alters- und berufsbedingten Austritte konnten neue Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr sowie ein weiterer Neueintritt für den Einsatzdienst gewonnen werden. Im Bereich Ausbildung wurden im Jahr 2025 insgesamt 36 Lehrgänge und Seminare erfolgreich absolviert, darunter Ausbildungen zum Truppmann, Atemschutzgeräteträger, Gruppenführer und Zugführer. Die Feuerwehr der Stadt Waldkappel ist darüber hinaus weiterhin wichtiger Ausbildungsstandort im Werra-Meißner-Kreis, unter anderem für Maschinisten- und Sprechfunkausbildung. Ein besonderer Dank galt Stadtjugendfeuerwehrwart Sebastian Brill und seinem Team für die engagierte Arbeit in der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 10.930 ehrenamtliche Stunden geleistet, was rund 1.366 Arbeitstagen entspricht. Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt machte dabei deutlich, dass eine deutliche Entlastung des Ehrenamtes bei der stetig zunehmenden Verwaltungs- und Dokumentationsarbeit dringend erforderlich sei. Ohne strukturelle Unterstützung durch hauptamtliche oder zentrale Stellen bestehe langfristig die Gefahr, Einsatzkräfte zu verlieren und die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr zu gefährden.
Beförderungen und Ehrungen.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung konnten zahlreiche Feuerwehrkameradinnen und -kameraden befördert sowie für ihren langjährigen aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet werden. Zudem wurden mehrere Hessische Brandschutzehrenzeichen verliehen.
Musikzug der Feuerwehr Waldkappel.
Für die musikalische Umrahmung der Jahreshauptversammlung sorgte der Musikzug der Feuerwehr Waldkappel unter der Leitung von Julia Kleinhenz. Der Stabführer Norman Aue stellte zudem den Jahresbericht des Musikzuges vor und informierte über die Aktivitäten, Auftritte und das Vereinsleben im vergangenen Jahr.
Ausblick und Dank.
In ihren Grußworten dankten Landrätin Nicole Rathgeber, Bürgermeister Frank Koch, Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes sowie der Polizei den Feuerwehrangehörigen für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz. Sie würdigten die hohe Einsatzbereitschaft, die fachliche Kompetenz sowie die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Mit einem herzlichen Dank an alle Aktiven, die unterstützenden Familien sowie die Partnerorganisationen endete die gemeinsame Jahreshauptversammlung in kameradschaftlicher Atmosphäre
Bildunterschrift: Beförderung zur Feuerwehrfrau und zum Feuerwehrmann v.l. Laurin Lambach, Jonas Köberich, Johann Oemler, Ole Ries, Nele Sennhenn und Daniel Konhäusner

